• Schlosskonzerte Bad Iburg Saison 2017/2018


  • Sonntag, 19. November 2017 | 18.00 Uhr Oleg Poliansky | Klavier


  • Sonntag, 11. März 2018 | 18.00 Uhr Alexey Semenenko | Violine & Inna Firsova | Klavier


Rundbrief November 2017

"Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche."

Mit diesem zukunftsweisenden Satz von Gustav Mahler möchten wir sie zur Saison 2017/2018 einladen und lassen gleichzeitig die gute Tradition der Rundbriefe aufleben. Zwei bemerkenswerte Konzerte mit wunderbaren Musikern konnten wir bereits genießen, nun liegt das gedruckte Programmheft im neuen Gewand vor und in Kürze wird die Website auf www.schlosskonzert.de aktualisiert freigeschaltet.

Das dritte Konzert der Reihe wird am Sonntag, 19. November 2017, um 18 Uhr im altehewürdigen Rittersaal stattfinden. Kein geringerer als Oleg Poliansky, Preisträger des bedeutenden Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau, wird an diesem Tag ein Programm darbieten, welches seine musikalischen Qualitäten vollends zum Tragen bringt:

Schuberts A-Dur Sonate, vollendet im August 1828, gehört zum „Zyklus“ der kurz vor seinem Tod vollendeten drei großen Klaviersonaten. Diese letzten Sonaten sind sein kompositorisches Vermächtnis, die Krönung von Schuberts lebenslanger Auseinandersetzung mit dieser Gattung. Die A-Dur-Sonate gilt als die klangschönste. Es “ist wohl keine Sonate in der ganzen Satzweise so reich und sorgfältig, pianistisch so feinsinnig durchgestaltet wie diese.” 1,2

In den Jahren zwischen 1904 und 1907 entstanden die Klavierstücke „Images“ des französischen Komponisten Claude Debussy - zwei Folgen zu je drei Kompositionen. Debussy erreichte mit diesen Werken eine weitere Entwicklungsstufe mit neuen Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten. Die Sparsamkeit der Mittel ist dabei ebenso bemerkenswert wie die Liebe zum Detail und die Geschmeidigkeit des Klaviersatzes. Die beiden Zyklen vollführen eine Kreisbewegung, indem das Finale wie das erste Stück sich in tonmalerischer Weise auf das Wasser beziehen. 3

Liszts Réminiscences über Opernthemen bezeichnete sein Schüler Alexander Serow als “die Quintessenz des Charakters der ganzen Oper: Die Hauptpersonen und -situationen aller dieser Musikdramen gingen an uns wie lebendig vorüber, wobei auch die Brillanz und Erhabenheit des Spiels mit Tönen ... nicht vergessen war, sondern im Gegenteil die verblüffendsten, blendendsten Ausmaße annahm, um in dem Feuerwerk der Triller, filigranartigen Verzierungen, Kaskaden, blitzeschleudernden Oktaventonleitern unerwartet aufs neue die Themen aufsteigen zu lassen ...” Die Réminiscences de Don Juan entstanden 1841 und dürften von Liszt auf seinen Konzerten in der Umgebung von Nonnenwerth (Koblenz, Bonn, Köln) gespielt worden sein.4

Wir werden uns auch im Namen von Frank Holländer freuen, Sie bei den Konzerten begrüßen zu dürfen! Auf eine kleine Überraschung vor Ort dürfen Sie sich schon jetzt freuen.

Hans Schlotheuber                                 Timo Maschmann
Stellv. Vorsitzender                                Künstlerischer Leiter

1 Klaus Wolters.
² vgl. Kammermusikführer, www.kammermusikfuehrer.de/werke/2298.
3 vgl. Harenberg Klaviermusikführer, 600 Werke vom Barock bis zur Gegenwart, Claude Debussy, Images, Meyers, Mannheim 2004, S. 318–321.
4 vgl. Kammermusikführer, www.kammermusikfuehrer.de/werke/3827/reminiscences_de_don_juan.