Bad
Iburg, 26. April 2010
Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kammermusikfreunde!
Am Sonntag, d.9.Mai wird das mit internationalen Preisen seit seiner
Gründung 2003 nur so überschüttete ATOS TRIO im Rittersaal
für uns aufspielen.
Annette von Hehn, Violine, Stefan Heinemeyer, Cello und Thomas Hoppe,
Klavier wurden im Juli des vergangenen Jahres in Melbourne mit allen
nur möglichen Auszeichnungen des „International Chamber Music
Competition“ geehrt und –nachdem ich das Trio engagiert hatte
- im Oktober in den USA mit dem „Kalichstein International Trio
Award“ bedacht.
Was mich darüber hinaus fasziniert, ist das Programm, das da erklingen
wird! Zunächst das herrliche Es-Dur Trio von Beethoven, das durch
seine klassische Ausgewogenheit besticht.
Meine besondere Neugier aber gilt dem 2. Klaviertrio des 1882 geborenen
und mit Manuel de Falla befreundeten spanischen Komponisten Joaquin Turina. „Aus
der Musik Turinas lassen sich insbesondere zwei Einflüsse heraushören:
von der andalusischen Volksmusik sowie vom französischen Impressionismus
(Debussy). ….Im zweiten Trio fällt über weite Strecken
die Parallelführung der beiden Streicher auf, während die linke
Hand des Pianisten den Rhythmus beisteuert.“ (Harenberg Kammermusikführer)
Als drittes Werk soll das 2. Klaviertrio e-Moll von Schostakowitsch erklingen.
Er schrieb das Werk im Sommer 1944 in Iwanowo und widmete es dem Gedächtnis
seines Freundes Sollertinski, dessen Tod im gleichen Jahr ihn tief erschüttert
hatte. Die Uraufführung fand im November 1944 im von den Deutschen
befreiten Leningrad statt. Es gehört zu den meistgespielten Kammermusikwerken
des Komponisten.
Hinweisen möchte ich hiermit auch auf das fast einen Monat später
stattfindende Sonderkonzert zum 200. Geburtstag von Frédéric
Chopin am 6.Juni. Die polnische Starpianistin Ewa Kupiec (Kupjez) wird
beide Klavierkonzerte ihres Landsmannes interpretieren. Sie wird begleitet
vom tschechischen „Prazák Quartett“ aus Prag, das
seinerseits zwischen den Konzerten das Streichquartett op.96 – das
sogenannte „Amerikanische“ Quartett - seines Landsmannes
Antonin Dvorák spielen wird.
Für unsere Stammgäste weise ich darauf hin, dass es sich um
eines der teuersten Konzerte handelt, das wir ohne die Unterstützung
des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. niemals hätten
realisieren können. Da mein Vorschlag, für dieses Konzert die
Eintrittspreise zu erhöhen, im Vorstand einhellig abgeschmettert
wurde, erwarte ich –auch unter diesem Aspekt- regen Zulauf! Unseren
treuen „Kunden“ rate ich rechtzeitiges Erscheinen bzw. frühe
Sicherung von Eintrittskarten!
Freundliche Grüße!

P.S.
Ewa Kupiec studierte u.a. in Kattowitz, an der Warschauer Chopin-Akademie
und
an der Royal Academy of Music in London und gewann bereits 1992 den ARD-Musikwettbewerb.
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