Sehr geehrte Damen
und Herren! Liebe Kammermusikfreunde!
Am kommenden Sonntag, am 19. November erwartet uns ab 18 Uhr
ein ebenso abwechslungsreiches, wie aufregend interessantes Programm:
Das vom Deutschen Musikrat ausgewählte TRIO CON ANIMA mit
Stefan Albers, Flöte, Christine Rauh, Violoncello und Hansjacob
Staemmler, Klavier wird Kammermusik aus drei verschiedenen Stilepochen
spielen. Es beginnt mit dem grazilen Trio F-Dur von Josef
Haydn, als einem Urbeispiel klassischer Musik und endet mit Carl
Maria von Webers Trio g-Moll, wie es romantischer nicht denkbar
ist, was sich auch in der Satzbezeichnung des
Andante espressivo „Schäfers Klage“ widerspiegelt.
Überhaupt haben es die langsamen Sätze in diesem Programm in
sich. Ich freue mich besonders auf die Sonate für Violoncello und Klavier
F-Dur von Johannes Brahms! Es gibt offenbar verschiedene Reaktionen, wenn einen
Schönheit im Künstlerischen übermannt (weibt), dem einen läuft’s
kalt, der anderen heiß über den Rücken; ich möchte mich
am liebsten bäuchlings platt auf den Boden legen, wenn ich die Pizzicato-Einleitung
des Adagio affettuoso der Brahmssonate höre. Astrid Hippchen schreibt
dazu: „Das Adagio (Fis-Dur)bildet das Kernstück der Sonate. Harmonisch
weit ausholend berührt es, anders als der dramatisch-pathetische Kopfsatz,
eine stille Innerlichkeit, die sich schon in den ersten beiden Takten durch
das Cello-Pizzicato ausbreitet.“
Die Sonate für Flöte und Klavier von Sergej Prokofjew
ist zwar das modernste Stück des Abends, aber da erst nach
seiner Rückkehr aus dem Ausland(1932), nämlich 1942
komponiert, stammt es aus einer Zeit, wo Prokofjew seine radikale
Periode längst hinter sich gelassen hatte; ob aus eigener
Einsicht, oder um der sowjetischen Kulturzensur zu entgehen,
bleibt dahingestellt.
Liebhaber seiner Suite für Kinder „Peter und der Wolf“,
oder seines begnadeten „Romeo und Julia“-Balletts,
werden sich in Erwartung seiner Flötensonate freuen.
Freundliche Grüße!
P.S. Sonderkonzert mit ausschließlichen Kompositionen
Mozarts am 11.Juni 06
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