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Bad Iburg, 05. Februar 2000 Sehr
geehrte Damen und Herren! Als wir, die Laienmusiker
des "Consortium instrumentale", vor gut einem Jahr einen
Kursus in barocker Aufführungspraxis unter Pauline Nobes absolvierten,
bat sie uns in noch nicht ganz so präzisem Deutsch, wir möchten
"tiefer" streichen. Da es sich aber um leere Saiten handelte,
sahen wir uns verdutzt und etwas ratlos an, bis sich klärte,
daß Pauline Nobes meinte, wir sollten die Saiten aus der Tiefe
des Materials zu nachhaltigerem Schwingen bringen. Wie klanglich positiv
sich das auswirken kann, hat Pauline Nobes uns in einem Konzert in
der Johanniskirche in Osnabrück eindrucksvoll demonstriert ;
und sie wird es auch am Samstag, dem 12.Februar ab 18 Uhr im Rittersaal
tun. Sie werden erleben, daß Barockmusik auf einem tiefer gestimmten
Originalinstrument und zudem noch auf unterschiedlich umgestimmten
Saiten gespielt (Skordatura), in ungeahntem Maße an Frische
und Lebendigkeit gewinnt . Nach diesem erwähnten Kurs und einem
weiteren bei Prof. Gerhard Darmstadt, ist es für mich unerträglich
geworden zuzuhören, wenn ein Streicher eine barocke Sonate genau
so spielt, vor allem mit gleichem Dauervibrato, wie bei Brahms oder
Beethoven.
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